TRANSPARENT, OFFEN, UNABHÄNGIG

Ich engagiere mich für eine offene und ehrliche Aufklärung der
Missbrauchs- und Misshandlungsfälle bei den Regensburger Domspatzen.

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Hintergrund

Mein Auftrag – Ihr Beitrag

Im Frühjahr 2015 wurde ich der Diözese Regensburg und der Stiftung der Regensburger Domspatzen vom Weissen Ring als geeignet vorgeschlagen, zu den Misshandlungs- und Missbrauchsfällen bei den Regensburger Domspatzen und deren Aufarbeitung von 1945 bis heute eine neutrale Untersuchung durchzuführen. Es folgten Vorgespräche, die mich schließlich zu der Überzeugung brachten, dass ich im Rahmen des abgeschlossenen Vertrages wirklich unabhängig arbeiten kann.

Ich sehe meine Aufgabe vor allem darin, meine juristische Kompetenz und meine ehrenamtliche Erfahrung im Opferschutz zu nutzen, um allen von diesen Vorgängen betroffenen Menschen die Möglichkeit zu geben, gehört zu werden.

Deshalb beginnt meine Arbeit mit dem Zuhören.
Das sorgfältige Sammeln von Aussagen aller Beteiligten – von Opfern, Zeugen, Tätern, Tatverdächtigen, Mitwissern und Verantwortlichen – ist für mich eine wichtige Grundlage für die spätere Bewertung.

Diese Bewertung, in Form eines Abschlussberichtes, soll nicht nur die Taten selbst, sondern auch ganz konkret strukturelle Defizite im Umgang mit Missbrauchs- und Misshandlungsfällen sichtbar machen, die Art der Vergangenheitsbewältigung durch die Verantwortlichen beeinflussen, aber auch Anregungen für Präventionsmodelle geben.

Deshalb sehe ich in diesem Projekt eine große Chance. Jeder einzelne Betroffene, der gehört werden möchte, kann mit seiner Beteiligung nicht nur zu seiner persönlichen, sondern auch zur gesellschaftlichen Aufarbeitung der Vorfälle beitragen.

Ich möchte das Geschehene sichtbar machen, den Betroffenen Gehör verschaffen und dazu beitragen, dass Antworten gefunden werden, wie man solche Geschehnisse künftig verhindern kann.

Transparenz, Offenheit und vor allem meine Unabhängigkeit müssen allen an diesem Prozess Beteiligten enorm wichtig sein. Deshalb wurde meine Freiheit in der Recherche, der Bewertung und in der Gestaltung des Abschlussberichtes vertraglich fixiert.

Moralisch verpflichtet aber bin ich jedem Menschen, der in diesem Rahmen zu mir findet und seine Geschichte erzählen möchte.

Was genau passiert

  • Vertrauliche Erstgespräche mit Betroffenen und Beteiligten
  • Einberufung eines Beraterkuratoriums mit Vertretern aller beteiligten Personengruppen, außer Tätern und Beschuldigten (darunter Opfer, Vertreter von Opfervereinen und Präventionsbeauftragte)
  • Vertiefende Gespräche mit Betroffenen und Beteiligten parallel zur Sichtung von Unterlagen
  • Datenanalyse, Interpretation und Schlussfolgerungen
  • Erstellung eines Abschlussberichtes, der anonymisiert auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird